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Interview mit Urs Lüthi - geführt von Stadtradio Meran
Urs Lüthi
1947 in Luzern geboren und aufgewachsen, Besuch der Kunstgewerbeschule in Zürich, Arbeit als Grafiker.
1966 Ausstellung des ersten geschlossen Werkzyklus in der Berner Galerie „Beat Mäder“.
1969 wendet sich Lüthi der Fotografie zu. Beteiligung an der Ausstellung im Kunstmuseum Luzern. Lüthi installiert seine Kleidungsstücke, seinen Schmuck, seine Schlüssel, seinen Personalausweis, sowie auf einem Postkartenständer Fotos aus den Serien s und und macht sich damit zum Objekt seiner Kunst; es ist die Investitur der Kunstfigur Urs Lüthi.
1969 androgyn inszenierten Selbstbildnisse bei der Ausstellung in der Berner Galerie „Toni Gerber“. Die Ambivalenz seiner betörenden Arbeiten ruft Irritation und Interesse gleichermaßen hervor.
Ende der 1970er Jahre weicht die Ästhetik der Schwarzweißfotografie sukzessive der Farbfotografie. Nun wird das Banale, Alltägliche, die vor ihm liegende Welt der Kunst mit Ironie, Witz und falscher Naivität befragt.
Die 80er Jahre stehen ganz im Zeichen einer konzeptuellen, fast ausschließlich in Serien gefassten Malerei, für die Lüthi sich verschiedener Gattungen und Stile bedient und die er katalogisiert und in formal streng konzipierten Ausstellungen präsentiert.
Seit den 1990er Jahren bedient Lüthi sich erneut der Fotografie. Die Werke sind oft den ästhetischen Strategien der zeitgenössischen Gesellschaft und den Scheinhandlungen des Konsumkreislaufs gewidmet.
2001 verwandelte er den Schweizer Pavillon auf der Biennale von Venedig unter dem Motto in einen Installationsraum und präsentierte sich mit einer ironischen Selbstdarstellung in der Mitte des Raums liegend, lächelnd in Jogginganzug, Turnschuhen und Sonnenbrille.
Seit 1986 ist Lüthi mit der Schauspielerin Ulrike Willenbacher verheiratet,
1989 Geburt der Tochter Maria.
Seit 1994 lehrt Urs Lüthi an der Kunsthochschule in Kassel.
1996 erhält Urs Lüthi für sein Gesamtwerk den Ehrenpreis des Kantons Zürich,
2009 den Arnold-Bode-Preis der Stadt Kassel.






