
Eduard Habicher - DRAWING SPACE
07.03. - 13.04.2009
Die skulpturale Arbeit von Eduard Habicher ist der Versuch einer interessanten Synthese zwischen einem minimalistischen Eingriff im Raum und einem Werk, das trotzdem mit Kraft und Energie aus dem Raum hervorbricht. Seine Strukturen in Schwermetall sind Formen unendlicher Ausdehnung, die dem Betrachter verschiedene Betrachtungspunkte ermöglichen. Die Arbeiten sind dünn und verspielt, besitzen aber gleichzeitig die Härte des Materials aus dem sie bestehen. Die Auseinandersetzung mit der Farbe, die sich der Oberfläche des Metalls entgegensetzt, geschieht auf harmonische, fast musikalische Art und Weise. Die Leichtigkeit nimmt die Kraft und die Eleganz des Zeichens an. Auch seine Zeichnungen zeigen die Aufmerksamkeit, die Habicher der „Zeichnung des Raumes“ entgegenbringt, indem er Formen schafft, die in der Leere zu schwimmen scheinen.
Die Werke Habichers verweisen auf eine antimonumentale Idee der Skulptur. Diese gliedert sich vollkommen in den städtischen Raum, sei er nun öffentlich oder privat, ein und geht eine Symbiose mit der Architektur ein. Dieser künstlerische Prozess befreit die Skulptur von der Materie aus der sie besteht und hebt diese gleichzeitig hervor.
Eduard Habichers Formen haben keine repräsentative Aufgabe sondern sind vielmehr Zeichen in Bewegung, die einen neuen Raum definieren, der aus der Interaktion zwischen der Skulptur, ihrem Umfeld und ihrer städtebaulichen und architektonischen Umgebung entsteht.
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