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.scapes

Eröffnung: 02. April 2004
Dauer: 03. April - 30. Mai 2004
Künstler: Gabriele Basilico, Olivo Barbieri, Gea Casolaro, Andreas Gursky, Guido Guidi , Johannes Inderst, Armin Linke, Nikolaus Schletterer, Jules Spinatschs, Franco Vaccari
kuratiert von: Thomas Demetz

.scapes - alpenlandschaft im umbruch, zeigt Veränderungen der Landschaft im alpinen Raum.
Analytisch und eindrücklich, individuell und "untouristisch" richten die zehn ausgewählten Künstler ihre Kamera in die Landschaft. Video und Fotografie sind zugleich Dokumentation und künstlerischer Ausdruckswille. Beides gemeinsam sensibilisiert für eine Wahrnehmung abseits von Fernseh- und Postkartenmotiven.

Gabriele Basilico belegt mit seinen Schwarz-Weiß-Fotografien seit den 80er Jahren die verstärkte Veränderung der Landschaft in Zonen zunehmender Mobilität und urbanen Randgebieten. Auch Bozens Peripherie hat er als stiller Beobachter festgehalten.

Olivo Barbieris Arbeiten in der Ausstellung sind vom Hubschrauber aus realisiert - die Vogelperspektive zeigt von Menschenhand herbeigeführte Mutationen, die sich aus der Entfernung wie Muster in die Landschaft einprägen.

Gea Casolaro studiert anhand der Fotografie unsere Wahrnehmung von Aktionen, Gesten und alltäglichen Situationen. Ihre Fotos fangen dabei unspektakuläre Details ein - für die bewußte Wahrnehung der Realität sind diese jedoch umso bedeutender.

Andreas Gurskys Arbeiten zeigen die Veränderung des Raumes, in dem wir uns befinden und die Art wie wir uns darin bewegen. Viele seiner Arbeiten sind wertungsfreie Allegorien zu Natur und Architektur, Mensch und Technik.

Guido Guidi konzentriert sich auf stark herangezoomte Motive und hinterfragt damit nicht nur seine eigene Raumwahrnehmung sondern auch jene des Betrachters. Auch bei der Arbeit strada ovest sammelt und komponiert er Spuren einer anonymen Straßenrandrealität.

Johannes Inderst legt sein Augenmerk besonders auf schleichende Veränderungen in der Landschaft. So zeigt er uns im Werkzyklus Wald die beklemmende und befremdende Atmosphäre künstlich überforsteter Waldabschnitte mit völlig abgestorbenem Unterwald.

Armin Linke vereint ästhetische, anthropologische und soziale Motive der Begegnung des Menschen mit seiner Umgebung. Der Film Alpi in movimento fängt die Verschiedenheit der für den Alpenraum charakteristisch gewordenen natürlichen und künstlichen Flüsse ein.

Nikolaus Schletterer begibt sich auf die Spurensuche nach Transformation und Nutzung von Landschaft durch den Menschen. Minimale menschliche Eingriffe gepaart mit Licht ergeben das Spannungsfeld, das ihn interessiert.

Jules Spinatschs Arbeiten von Wintersportveranstaltungen sind zwischen Landschaft und Skulptur angesiedelt. Mit Snow Management fängt er künstlich hergestellte Landschaften ein. Übernahe und deformierte Pespektiven unterstreichen den skulpturalen Wert dieser Sujets.

Franco Vaccari haftet seinen Blick auf der Reise von Modena nach Graz auf die Rückseite der LKWs-Landschaft. Er kann dabei die Landschaft nur mehr in Form von Bruchstücken wahrnehmen. Verstärkte Mobilität läßt Raum in zunehmendem Maße als Überqueren von Territorien erscheinen.

 

ein projekt von   kunst Meran
   


konzept und leitung

 


Arch. Thomas M. Demetz, Bozen

   


beratung und mitarbeit

 


Arch. Markus Scherer, Bozen
Arch. Angelika Margesin, Meran
Arch. Barbara Verdorfer, Meran
Arch. Harald Stuppner, Meran

   


kuratorin der ausstellung

 


Letizia Ragaglia

Gabriele Basilico, Bozen West 1998, Proprietà Provincia Autonoma di Bolzano, Ass. alla Cultura Italiana
Armin Linke, Videostils: Alpen in Bewegung 2002-2003, im Besitz des Künstlers
Franco Vaccari,700 km di esposizione, 1972 Im Besitz des Künstlers
Olivo Barbieri, Centrale Idroelettrica Maên, opera di Giovanni Muzio ( 1924-28 ), Maên, Valtournench, April 2003, im Besitz Regione Autonoma Valle d'Aosta