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Ausstellungen

CONSTRUCTIVE Alps

Casa Riga, Comano Terme/IT - Stefania Saracino e Franco Tagliabue Architetti © Davide Cornacchini

Eröffnung:                                Samstag, 27. Februar 2016  11.00 Uhr
Dauer der Ausstellung:           28 Februar - 10 April 2016

Das Alpine Museum der Schweiz hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Raumentwicklung anlässlich der dritten Ausgabe des internationalen Architekturpreises «Constructive Alps» eine Ausstellung zum Thema „Nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen“ konzipiert.

Aus 350 Einreichungen kürte eine internationale Jury die Preisträger. Die drei erstplatzierten Bauten stammen aus dem Bregenzerwald in Österreich, aus dem schweizerischen Valendas und aus Comano Terme in Italien.
Ausgezeichnet werden Gebäude in den Alpen, die sowohl in ästhetischer als auch in nachhaltiger Hinsicht überzeugen. Von den 350 Eingaben erhielten zwölf Sanierungen und Neubauten einen Preis oder eine Auszeichnung zugesprochen. Die Architektinnen und Architekten der prämierten Gebäude gingen unter anderem sorgsam mit dem Boden, dem baulichem Erbe und den Technologien um. «Es gibt den vernünftig gebauten Tourismus und es gibt Zuversicht für die Berglandwirtschaft», sagte Köbi Gantenbein, Präsident der Jury, anlässlich der Preisverleihung im Alpinen Museum in Bern. «Die Jury begrüsst das Weiterbauen am Dorf als bedeutsamen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Es steht in den Alpen schon viel Gebautes herum, das klug anders genutzt und weiter gebraucht werden kann.» Die Preissumme von 50.000 Euro teilen sich ein Neubau aus Österreich, zwei Bauten aus der Schweiz und ein Neubau aus Italien. Acht weitere Gebäude erhielten als besondere Wertschätzung der Jury eine Anerkennung.
Die Ausstellung «Constructive Alps» präsentiert alle 32 für den Preis nominierten Projekte. Die Ausstellung zeigt, wie die einzelnen Sanierungen und Bauvorhaben das Anliegen „Nachhaltigkeit“ umgesetzt haben. Durch die Präsentation aller nominierten Projekte erhält der Besucher einen Eindruck von der Vielfalt und Komplexität des nachhaltigen Bauens, welches auf der Berücksichtigung von zahlreichen Aspekten beruht.
Die 32 in den Räumen hängenden Tafeln zeigen auf der einen Seite den Expertenblick auf das Gebäude. Die andere Seite präsentiert die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer auf die gebauten und sanierten Wohnhäuser, Industriebauten, Freizeitanlagen und öffentlichen Gebäude. Mittels Senkblei sind die beiden Perspektiven miteinander ins Lot gebracht. Das Senkblei dient auch als Symbol für die Nachhaltigkeit: Die Balance zwischen gut gedachter Architektur und funktionierendem Leben, Wohnen und Nutzen machen die Gebäude zu nachhaltigen Objekten. Die vier Gewinnerprojekte stehen etwas erhöht auf einem Holzpodest. Sie werden in einem rund 3 minütigen Film vertieft vorgestellt – die Nutzer und Nutzerinnen erzählen aus Ihrer Sicht, wie sie das Gebäude beleben.
Das Senkblei zeigt auf die Ortschaft, in welcher das Gebäude steht. Die Angabe der Länder macht ersichtlich, dass das nachhaltige Bauen in allen Alpenländern angekommen ist.
Das Sonderheft  der Zeitschrift Hochparterre stellt eine weitere Vertiefungsmöglichkeit dar. Im Architekturmagazin sind detaillierte Informationen zu den einzelnen Projekten enthalten.