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Ausstellungen

ANNEMARIE LANER - THEY NEVER WONDER

2.6. – 1.7.2012

Kuratier von:
Valerio Dehò

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grundlage für Annemarie Laners Arbeit bilden sowohl persönliche als auch anthropologische Gegebenheiten, stets von komplexen kulturellen Anspielungen begleitete Reflexionen über das Heute. Dank ihres weiten künstlerischen Spektrums gestaltet sie häufig Werkzyklen, die von der Grafik bis zur Public Art reichen. In jenen Werken, die sich mit Tieren als Sujet befassen, verbinden sich reale Elemente mit literarischen. In ihrer Poetik kommen nicht nur ihre Heimat und ihr Verhältnis zu den Bergen zum Tragen, sondern es zeigt sich auch eine Öffnung hin zur Fantasie als geeignetes Terrain für das Ausloten eigener Neigungen und Positionen. Laners Blick auf die heutige Welt ist direkt und analytisch, aber er versucht auch das Gegenwärtige mit den Archetypen zu verbinden. Die Raben, die Füchse und die anderen Tiere sind also nicht nur Teil unseres kollektiven Gedächtnisses, sondern auch Ausdruck der schwierigen Naturbeziehung in Zeiten großer Umwälzungen.
Der Blick Laners ist aufmerksam und besorgt, aber er erlaubt dem Betrachter dennoch, Zusammenhänge und Möglichkeiten zu interpretieren und zu imaginieren. Die Kunst Annemarie Laners ist offen, auch wenn sie eine gewisse Strenge zeigt: Ihre Ausdruckskraft ist auf Einzelheiten und Situationen einer zerstörten Umwelt fokussiert, aber sie stellt auch die anthropologische Dimension menschlicher Präsenz in der Natur, unsere enge Beziehung zu den Tieren als Lebewesen und Figuren einer gemeinsamen Geschichte, wieder her. In ihrer Arbeit kommt ein verborgener Erzählfaden zum Vorschein, der Symbole und Bilder auf der Ebene von Ideen und Emotionen verbindet und ihre poetische Beziehung mit der Welt darstellt.

Eröffnung